Ein Kommentar:
Herr Sarrazin macht bezüglich der islamischen Migranten die Kosten-Nutzen-Rechnung auf.
Es wäre sinnvoll, dieselbe Rechnung hinsichtlich seiner eigenen Spezies vorzunehmen, nachzuschauen, um wie viel gigantischer der volkswirtschaftliche Schaden durch eben Protagonisten seiner eignen Profession ist.
Worin, bitteschön, besteht denn eigentlich der Unterschied zwischen den hier in Rede stehenden "Sozialschmarotzertypen": Der Eine lebt von Sozialhilfe, der Andere von einem schlichtweg extrem unanständig hohen Einkommen, das durch nichts, aber auch gar nichts gerechtfertigt ist und dem pathologische Gier und Omnipotenzfantasien zugrunde liegen. - Ja, es geht hier um die beiden Extreme der Einkommensskala und es geht gleichermaßen um zwei relativ kleine Populationen, wobei um deren arme Variante speziell von den Personen mit den überquellenden Taschen - siehe Westerwelle und Sarrazin - polemisiert wird, vermutlich auch, um von der reichen Variante abzulenken, da man von der nach einer Periode von Speichelleckerei fürstliche Belohnungen erwartet - siehe z. B. Schröder und Clement.
Im Zusammenhang mit dem Thema Sarrazin fällt zusätzlich auf, dass viel zu wenig über das Haushaltsbegleitgesetz dieser Tage diskutiert wird. Das Gesetz ist geprägt von Geist und Haltung der Sarrazins, Westerwelles und Co. Das, was an sozialer Spaltung in unserer Gesellschaft vorangetrieben werden soll, wird mit dem Haushaltsbegleitgesetz Realität.
Fußnote:
Thilo Sarrazin ist seit Mai 2009 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank. Für die acht Monate des Jahres 2009 erhielt er 154.800 Euro Salär, davon werden 121.670,84 Euro für die Berechnung seines späteren Ruhestandsgehalt berücksichtigt. So steht es im Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bundesbank.