Einzelheiten

11. Februar 2012 Jürgen Beineke

Schulentwicklung Castrop-Rauxel: Gezielter Dilettantismus

Gezielter Dilettantismus? – Oder: Die „600.000 EURO“-Frage! -

Durch Schließung der zwei Grundschulen Grüner Weg und Friedrich-Harkort-Schule kann die Stadt im Rahmen des Stärkungspaktgesetzes 600.000 EURO an jährlichen Betriebskosten einsparen.

Hoch empört lasen wir die skandalösen Presseberichte vom 10. Februar 2012 zum Fortbestand der Grundschulen Grüner Weg und Friedrich-Harkort-Schule, der trotz Teilstandortgründung weiterhin nicht gewährleistet ist – durch eine „Panne“, wie man liest (1).

Wir fragen uns, ob die „dicke Panne, für die die rot-grüne Mehrheitskoalition eindeutig die Schulverwaltung, allen voran die Erste Beigeordnete Petra Glöß, verantwortlich macht“ gezielt eingesetzter Dilettantismus ist, um damit 600.000 EURO an jährlichen Betriebskosten für beide infrage stehenden Schulen im Rahmen des Stärkungspaktgesetzes einzusparen. – Von langer Hand geplant?

Was den in der Presse aufgezeigten Lösungsvorschlag angeht, so sind Frau Glöß und die Herren Behrenspöhler und Molloisch, beide SPD, (Ummeldung bereits angemeldeter Kinder durch die Eltern) offensichtlich ein geniales Team.

In diesem Kontext müssen wir leider feststellen, dass sie Kinder und Eltern bereits während der vorausgegangenen Monate kräftig haben im Regen stehen lassen: Die Gründung von Teilstandorten war von ihnen nie wirklich gewollt, und entsprechend haben sie sich jetzt durchgesetzt.

Schulerhaltende konzeptionelle Überlegungen haben bei ihnen von Anfang an keine Rolle gespielt. Es ging nur um Schülerzahlen und Schulraum. Keine Überlegungen zu unserem Ratsantrag „Kurze Beine - kurze Wege: Einführung von Schuleinzugsbereichen“. Keine Auseinandersetzungen mit den Erfahrungen vieler Jahre: „Stirbt die Schule, stirbt der Ort“. Kein Wort zur Inklusion. Keine Trägergarantie: Solange 15 Kinder zur Anmeldung kommen, garantieren wir wohnortnahe Beschulung – nichts dergleichen. Aber immer wieder die Schuldzuweisung: „Die Eltern haben die Schule abgewählt.“

Mit vielen Elterninformationsveranstaltungen erreichten sie Desinformation und Schultourismus und wollten ganz offensichtlich nur zu Schulschließungen führen  -  und zu Einsparungen der dazugehörigen Betriebskosten.

Vorstehender Text ging auch an die Lokalredaktionen von:
Ruhr Nachrichten
Stadtanzeiger
WAZ


(1)

Siehe: DerWesten Castrop-Rauxel

Siehe: Ruhr Nachrichten Castrop-Rauxel