24. Januar 2016 DIE LINKE. Castrop-Rauxel

DIE LINKE. fordert eine/n zusätzliche/n Mitarbeiter/in für Aufgaben der Integration von Flüchtlingen

Meinolf Finke, sachkundiger Bürger im Betriebsausschuss 2, brachte einen Antrag mit dieser Forderung auf den Weg. Die Stadt braucht eine zusätzliche Stelle für Aufgaben der Integration von Flüchtlingen. Aufgaben sollen u.a. die Planung von Sprachunterricht, Weiterbildung und Berufseinstieg sein.


Die Stadt Castrop-Rauxel hat in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Flüchtlingen aufnehmen müssen. Sie wurden in den städtischen Übergangswohnheimen und in angemieteten Wohnungen einquartiert und mit den grundlegenden Lebensbedürfnissen versorgt.

Viele ehrenamtliche Gruppen ergänzen und verbessern mit ihren Aktivitäten die städtische Grundversorgung, geben Hilfestellung bei Behördengängen und sonstigen Problemen. Deutschkurse erleichtern die sprachliche und kulturelle Eingliederung. In Einzelfällen konnte bei der Vermittlung und Einrichtung von Wohnungen mit Mobiliar u.ä. geholfen werden.

Inzwischen sind bundesweite Programme angelaufen, um die Flüchtlinge verstärkt in die Gesellschaft zu integrieren. Dies betrifft insbesondere die Vermittlung von Deutschkenntnissen und das Wissen um gesellschaftliche Verhaltensweisen und Vorgänge sowie die Überführung in berufliche Bildung und in die Arbeitsaufnahme. Diese Integrationsmaßnahmen können nicht ehrenamtlich durchgeführt werden, sondern erfordern Hauptberufliche, zusätzlich zu der bei der Stadt Castrop-Rauxel vorhandenen Koordinationsbeauftragten für die ehrenamtlichen Aktiväten, für

−  Planung, Koordination und Betreuung des ehrenamtlich erteilten und des honorierten Sprachunterrichts

−  Planung und Durchführung von Integrationsmaßnahmen

−  Hilfestellung bei der Planung und Durchführung von beruflicher Einstiegsqualifizierung und Weiterbildung von Weiterbildungsträgern in Castrop-Rauxel

−  Planung und Durchführung von beruflicher Einstiegsqualifizierung und beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen in städtischer Trägerschaft in Zusammenarbeit mit anderen Trägern, derBundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter
 
−  Auswertung aller Informationen/Unterlagen über politische, rechtliche und psychosoziale Bedingungen für Flüchtlinge und Asylanten in der BRD und auf lokaler Ebene.

Da die Volkshochschule und das Berufsbildungszentrum der VHS bereits heute mit Bildungsmaßnahmen für MigrantInnen befasst sind und Erfahrung in beruflichen Vorbereitungsmaßnahmen haben, sollte die neu einzurichtende Stelle bei der Volkshochschule angesiedelt werden.
Für die Stelle müssen die finanziellen, sachlichen und personellen Voraussetzungen geschaffen werden.